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Freiburger BlickZentrum GmbH
Entwicklung und Verleih von Test- und Trainings-Geräten

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FonoFix

Sprachfreie Prüfung der Hörwahrnehmung

Eine wesentliche Voraussetzung für richtiges Hören und Verstehen, insbesondere Voraussetzung für das Verstehen von gesprochener Sprache, ist die Fähigkeit, Unterschiede in den akustischen Signalen zu erkennen. Diese Fähigkeiten werden erst im Laufe des Lebens erworben und können im Alter eingeschränkt sein.

Auch bei gesunden Sinnesorganen können bei der Verarbeitung der Informationen im Gehirn Fehler bzw. Entwicklungsrückstände auftreten und zu Lernstörungen und deren Folgen führen. Es ist deswegen wichtig, diese Leistungen quantitativ erfassen und mit Normdaten vergleichen zu können.


Mit FonoFix können folgende Tests der Hörschärfe durchgeführt werden:

Lautstärken-Differenzierung: Unterschiedlich laute Töne sind Teil der Aussprache einzelner Wörter. Hier wird geprüft, wie gut man zwei unterschiedlich laute Töne unterscheiden kann.

Tonhöhen-Differenzierung: Ebenso sind Teile gesprochener Wörter unterschiedlich in der Tonhöhe. Hier wird geprüft, wie gut man zwei unterschiedlich hohe Töne unterscheiden kann.

Gap Erkennung: In gesprochener Sprache kommen kurze Pausen vor, die erkannt und richtig interpretiert werden müssen, z. B. bei tonlosen Konsonanten. Die Fähigkeit, kurze Lautunterbrechungen zu erkennen, wird mit der Gap-Erkennung getestet.

Zeitordnungs-Schwelle: Damit die Laute in der Reihenfolge wahrgenommen werden, wie sie erzeugt wurden, wird die Fähigkeit benötigt, zwei deutlich verschiedene Töne, die kurz aufeinander folgen, nach ihrer zeitlichen Reihenfolge richtig einordnen zu können (einohrige Erkennung der zeitlichen Reihenfolge).

Seitenordnungs-Schwelle: Dieser Test prüft, inwieweit die Fähigkeit vorhanden ist zu erkennen, ob ein Ton zuerst dem rechten oder zuerst dem linken Ohr angeboten wurde (beidohrige Erkennung der zeitlichen Reihenfolge).


Die AG Hirnforschung (Universität Freiburg) hat in Zusammenarbeit mit der Klinik für Pädaudiologie und Phoniatrie (Medizinischen Hochschule Hannover) diese 5 sprachfreien Hörtest entwickelt und anhand der Daten von über 400 Personen für Altersstufen zwischen 6 und 35 Jahren normiert. FonoFix ermittelt den Schwellenwert und - nach Angabe des Alters - den Prozentrang der Testperson.

Die Anwendung von FonoFix zeigt eine Entwicklung dieser Hörleistungen bis zum 20. Lebensjahr. Kinder mit Legasthenie bestehen diese Tests im Durchschnitt signifikant schlechter als gleichaltrige Kontrollkinder. Etwa die Hälfte der legasthenischen Kinder sind betroffen.

Training: Die Hörleistungen werden wie andere Sinnesleistungen im Gehirn erbracht. Viele Hirnfunktionen können durch tägliches Üben besser werden. Das Trainingsprogramm FonoTrain wurde zum Zweck eines Hörtrainings entwickelt. Man kann die Funktionen trainieren, bei denen man Schwächen hat. FonoTrain speichert die Trainingsdaten der verschiedenen Aufgaben während des Trainings, so dass noch nachträglich der Trainingsverlauf in einem Protokoll nachvollzogen werden kann. FonoTrain wird den Betroffenen ausgeliehen.

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